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EISZEITEN GLETSCHER FINDLINGE |
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| Eiszeiten | |||||||
Im letzten Teil der Periode des Quartär (seit etwa 600'000 Jahren) treten weltweit grosse langsame Klimaschwankungen auf. Mehrere extreme Käteperioden (Eiszeiten) wechselten mit warmen Zwischeneiszeiten ab. Die einzelnen Eiszeiten und Zwischeneiszeiten dauerten jeweils mehrere 10'000 Jahre. Wir leben heute in einer Zwischeneiszeit.
In der jüngsten erdgeschichtliche Periode, dem seit rund 2 Millionen Jahren andauernden Quartär hobelten riesige Gletscher U-förmige Täler und Seebecken aus und Bäche und Flüsse gruben sich V-förmig immer tiefer ein. Wind und Wasser tragen seither im Zeitlupentempo die aufgefalteten Gebirge Millimeter um Millimeter wieder ab (Erosion).
Die vier im Alpenraum wesentlichen Eiszeiten werden nach Nebenflüssen der Donau und Isar benannt:
Während der Eiszeiten waren jeweils der
grösste Teil der heutigen Schweiz und grosse
Teile Österreichs ebenso wie Nordeuropa (England, Irland,
Skandinavien, Norddeutschland bis zu den Mittelgebirgen, Polen)
mit Eis (Gletschern) bedeckt, das in den Alpentälern
500 - 1200 Meter dick war.
Dadurch wurde viel Wasser gebunden und der Meeresspiegel lag bis
zu 90 m tiefer als heute,
sodass die Küsten z.T. weit vorgeschoben waren.
Man vermutet, dass die Ureinwohner Amerikas während der letzten
Eiszeit um etwa 16000 v. Chr. über eine so entstandene Landbrücke
von Sibirien nach Alaska
gelangt sind oder dass sie dabei wenigstens nur eine geringe Strecke
auf dem Meer zurücklegen mussten.
Jede Eiszeit
und auch die dazwischen liegenden Zwischeneiszeiten
dauerten mehrere zehntausend Jahre.
Die Eismassen der Gletscher schoben gewaltige Geröllmassen vor
sich her und lagerten sie an den Seiten (Seitenmoränen)
und am Ende der Gletscherzunge (Stirnmoräne) ab.
Viele
Hügel des schweizerischen Mittellandes sind Überreste
solcher Moränen. Teilweise werden sie zur Gewinnung von Kies
genutzt.
Aber auch grössere Gesteinsbrocken wurden mitgeschleppt
und blieben nach dem Rückgang der Gletscher als Findlinge
(erratische Blöcke) liegen. An einzelnen Stellen, z.B. im
Gletschergarten Luzern
schliffen Wirbel aus sandhaltigem Gletscherwasser auch sogenannte
Gletschertöpfe aus.
Auch der
Rheinfall
bei Neuhausen SH entstand während der letzten Eiszeit.
Die Gletscher verändern sich auch heute noch!
Zwischen 1540 und 1850 n. Chr. war das Klima deutlich kälter,
man spricht von der
Kleinen Eiszeit.
In den letzten
hundert Jahren sind die Gletscher infolge der globalen Erwärmung
dramatisch
zurückgegangen.
In den nicht mit Eis bedeckten Gebieten konnten die Menschen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen (allgemeine Käte) überleben. Darüber mehr im nächsten Kapitel: Steinzeit.
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